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Die Lucialegende

Lucia wird am 13.Dezember gefeiert. Urspünglich war dieser Tag der Heiligen Lucia aus Syracusa geweiht. Wahrscheinlich hat aber die schwedische Lucia-Feier von heute mit ihr kaum mehr als den Namen gemeinsam. Nach altem Brauch galt diese Nacht als die längste des Jahres, ein Überbleibsel des mittelalterlichen Kalendersystems. Mensch und Tier bedurften zusätzlicher Nahrung, um bis zum Morgen auszuhalten. Die Männer begingen früher diesen Tag mit reichlichem Essen und Trinken.

Gegen Ende des 18.Jahrhunderts verzeichnen die Quellen weiss gekleidete Mädchen mit einem Lichterkranz im Haar, die zum nächtliche Schmaus auftrugen. Allmählich verbreitete sich diese Sitte, nicht zuletzt durch Volksbewegungen und Vereine. Und als während der 1920er Jahre eine Tageszeitung zur Wahl von Schwedens Lucia aufrief, rollte die Lucia-Lawine ungehemmt durch das Land.

In allen schwedischen Familien wird heute der Lucia-Morgen gefeiert. Überall, in Betrieben, Büros, Schulen und Vereinen, wird eine ganz eigene Lucia gewählt, die im weissen Gewand, mit einem Lichterkranz im Haar und einer breiten roten Seidenscherpe um die Taille am Morgen auf einem Tablett Kaffee, "Lusse"-Gebäck und Pfefferkuchen feierlich anbietet. Manchmal serviert sie sogar "Glögg", einen warmen würzigen Wein. Meistens kommt Lucia in einer Prozession, begleitet von anderen weiss gekleideten Mädchen und sog. Sternsingern, Knaben in weissen langen Hemden mit tütenförmigen Hüten aus Papier auf dem Kopf. Gesungen werden die in Schweden wohl bekannten Lucia-Weisen.

Mehr auch unter www.luciachoir.com

 

















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